
HAST DU LUST?
Warum bin ich eigentlich so beschäftigt damit, niemandem auf die Nerven zu gehen, dass ich vergesse zu fragen, ob wir uns mal sehen wollen? Über die schmale Linie zwischen Freiheit lassen und sich trotzdem Nähe wünschen.
Jeden Sonntag um 9 Uhr ein neuer Text
über Liebe, Beziehung, Selbsterkenntnis — und das, was zwischen Herz und Alltag lebt
Jeden Sonntag um 9 Uhr ein neuer Text
über Liebe, Beziehungen, Selbsterkenntnis — und das, was zwischen Herz und Alltag lebt
Die Bildmotive der Kolumne sind mit KI gestaltet. Die Gedanken sind meine.

Warum bin ich eigentlich so beschäftigt damit, niemandem auf die Nerven zu gehen, dass ich vergesse zu fragen, ob wir uns mal sehen wollen? Über die schmale Linie zwischen Freiheit lassen und sich trotzdem Nähe wünschen.

Sie hält das Handy in der Hand, den Daumen über der Aufnahme, und sagt nichts. Vier Wörter wären es nur. Über Freundschaften, die nicht enden, sondern verstummen.

„Das ist ja großartig.“ Eine kleine Pause. „Ja, aber mal sehen.“ Da ist es. Dieses Aber. Es braucht nur zwei Sekunden, um einen schönen Moment auf Normalgröße zu schrumpfen.

Ein Job, ein Mensch oder eine geschlossene Tür: Warum wir Zurückweisungen oft vorschnell als Scheitern deuten – und erst später erkennen, dass sie uns in die richtige Richtung geführt haben.

Manche Sommerabende erzählen mehr über das Glück als jeder große Plan. Eine Kolumne über das, was bleibt, wenn wir aufhören, auf den nächsten Moment zu warten.

Ein Paar auf Sizilien zeigte auf zwei leere Stühle. Über die Kunst, noch Platz zu haben, wenn man eigentlich schon alles hat.

Wenn das Herz zwei Spalten zieht: über Plus-Minus-Listen, Mut und die Frage, ob Liebe in unser Leben passen muss — oder es größer machen darf.

Über den feinen Unterschied zwischen Geben und Sich-Aufgeben. Und warum wir nur dann wirklich lieben können, wenn wir bei uns bleiben.

Eine Frau, vierzig Jahre verheiratet, verriet mir das Geheimnis der langen Liebe – in einem einzigen Satz, den ich erst Tage später verstand.
Manchmal führt uns das, was wir am meisten lieben, auch an unsere Grenzen.
Warum ich trotzdem schreibe – und was mich bis heute daran festhalten lässt.