Ich bin Charlotta Móna. Autorin und Kolumnistin. Aber eigentlich – und das ist die ehrlichere Beschreibung – bin ich eine Frau, die zu viele Fragen stellt.
Irgendwann habe ich festgestellt, dass man gleichzeitig zufrieden sein und trotzdem das Gefühl haben kann, irgendwo festzustecken. Das ist verwirrend, weil einem niemand erklärt, dass beides gleichzeitig sein kann.
Damals hatte ich bereits vieles von dem, was auf der Wunschliste eines guten Lebens steht: wunderbare erwachsene Kinder, gute Menschen um mich herum und einen Beruf, den ich mochte. Und trotzdem saß da ganz leise dieses Gefühl, dass ich an bestimmten Stellen seit Jahren keinen Schritt weitergekommen war.
So etwas kann man ignorieren. Ich habe es versucht. Es funktionierte nicht.
Also tat ich das, was ich offenbar am besten kann: Ich stellte Fragen. Nicht die höflichen, leichten für zwischendurch, sondern die, um die wir im Alltag meist einen eleganten Bogen machen. Und ich stellte fest, dass ich meine eigenen Fragen kaum beantworten konnte. Das war, gelinde gesagt, ernüchternd.
Bin nur ich so ratlos, fragte ich mich, oder geht es anderen genauso?
Also fragte ich andere: zwanzig Menschen mit ganz unterschiedlichen Lebensgeschichten, Berufen und Sichtweisen. Und dann geschah etwas, das ich nicht erwartet hatte: die meisten erzählten erstaunlich offen von ihren Brüchen, Sehnsüchten, Entscheidungen und Zweifeln. Vielleicht, weil ihnen endlich jemand die richtigen Fragen stellte. Vielleicht auch, weil wir erstaunlich viel erzählen – nur selten das, worum es wirklich geht.
Ihre Antworten haben mich weitergebracht. Und, wie einige später sagten, sie selbst ein Stück weit auch.
Aus diesen Gesprächen entstand mein Buch Das Interview deines Lebens. Und wenn ich ehrlich bin, auch ein Stück weit die Frau, die das hier schreibt.
Ich selbst bin mehr als einmal neu angefangen. Nicht immer freiwillig. Aber oft mit dem beruhigenden Gedanken, dass ein Neuanfang selten daran scheitert, dass wir zu alt sind – sondern eher daran, dass wir zu lange glauben, wir müssten schon längst wissen, wie alles weitergeht.
Heute schreibe ich Kolumnen über Liebe, Beziehungen, Mut und all die Fragen, die uns im Alltag begegnen, oft lange bevor wir sie bemerken. Nicht, weil ich die Antworten kenne. Sondern weil ich gute Fragen mag. Und weil ich glaube, dass die interessantesten Gespräche genau dort beginnen, wo niemand mehr versucht, perfekt zu wirken.
Und weil ich glaube, dass die interessantesten Antworten oft erst dann entstehen, wenn jemand endlich die richtige Frage stellt.
Ich bin Charlotta Móna. Autorin und Kolumnistin. Aber eigentlich – und das ist die ehrlichere Beschreibung – bin ich eine Frau, die zu viele Fragen stellt.
Irgendwann habe ich festgestellt, dass man gleichzeitig zufrieden sein und trotzdem das Gefühl haben kann, irgendwo festzustecken. Das ist verwirrend, weil einem niemand erklärt, dass beides gleichzeitig sein kann.
Damals hatte ich bereits vieles von dem, was auf der Wunschliste eines guten Lebens steht: wunderbare erwachsene Kinder, gute Menschen um mich herum und einen Beruf, den ich mochte. Und trotzdem saß da ganz leise dieses Gefühl, dass ich an bestimmten Stellen seit Jahren keinen Schritt weitergekommen war.
So etwas kann man ignorieren. Ich habe es versucht. Es funktionierte nicht.
Also tat ich das, was ich offenbar am besten kann: Ich stellte Fragen. Nicht die höflichen, leichten für zwischendurch, sondern die, um die wir im Alltag meist einen eleganten Bogen machen. Und ich stellte fest, dass ich meine eigenen Fragen kaum beantworten konnte. Das war, gelinde gesagt, ernüchternd.
Bin nur ich so ratlos, fragte ich mich, oder geht es anderen genauso?
Also fragte ich andere: zwanzig Menschen mit ganz unterschiedlichen Lebensgeschichten, Berufen und Sichtweisen. Und dann geschah etwas, das ich nicht erwartet hatte: die meisten erzählten erstaunlich offen von ihren Brüchen, Sehnsüchten, Entscheidungen und Zweifeln. Vielleicht, weil ihnen endlich jemand die richtigen Fragen stellte. Vielleicht auch, weil wir erstaunlich viel erzählen – nur selten das, worum es wirklich geht.
Ihre Antworten haben mich weitergebracht. Und, wie einige später sagten, sie selbst ein Stück weit auch.
Aus diesen Gesprächen entstand mein Buch Das Interview deines Lebens. Und wenn ich ehrlich bin, auch ein Stück weit die Frau, die das hier schreibt.
Ich selbst bin mehr als einmal neu angefangen. Nicht immer freiwillig. Aber oft mit dem beruhigenden Gedanken, dass ein Neuanfang selten daran scheitert, dass wir zu alt sind – sondern eher daran, dass wir zu lange glauben, wir müssten schon längst wissen, wie alles weitergeht.
Heute schreibe ich Kolumnen über Liebe, Beziehungen, Mut und all die Fragen, die uns im Alltag begegnen, oft lange bevor wir sie bemerken. Nicht, weil ich die Antworten kenne. Sondern weil ich gute Fragen mag. Und weil ich glaube, dass die interessantesten Gespräche genau dort beginnen, wo niemand mehr versucht, perfekt zu wirken.
Und weil ich glaube, dass die interessantesten Antworten oft erst dann entstehen, wenn jemand endlich die richtige Frage stellt.
