Die große Liebe beginnt in uns
Natürlich prägen unsere Erfahrungen, Wünsche und Ängste, wen wir lieben und wie wir Liebe erleben. Aber Liebe ist mehr als unsere Wahrnehmung. Sie braucht ein Gegenüber, das antwortet, Nähe zulässt und Verantwortung für das Gemeinsame übernimmt.
Ein Gefühl kann sehr groß und trotzdem einseitig sein. Eine große Beziehung entsteht erst, wenn beide Menschen einander Raum geben – für Nähe, Verletzlichkeit, Eigenständigkeit und ein gemeinsames Leben.
Liebe in der Realität – anders als im Film
Die großen Liebesgeschichten aus Literatur und Film enden häufig dort, wo eine wirkliche Beziehung erst beginnt. Der erste Rausch ist nicht die ganze Liebe. Mit der Zeit kann aus ihm etwas anderes entstehen: Vertrauen, Verlässlichkeit, Begehren, Freundschaft und das Gefühl, beim anderen nicht ständig eine Rolle spielen zu müssen.
Das ist vielleicht weniger spektakulär als im Film. Aber nicht weniger groß.
Eigene Mauern
Manchmal stehen unsere eigenen Ängste und Schutzmechanismen der Nähe im Weg. Aber nicht jede unerfüllte Liebe bedeutet, dass wir nur noch intensiver an uns arbeiten müssten. Manchmal wollen zwei Menschen grundlegend unterschiedliche Dinge. Manchmal können sie einander nicht geben, was sie brauchen.
Selbsterkenntnis hilft uns, diesen Unterschied zu erkennen – und nicht jede Enttäuschung automatisch zum eigenen Versagen zu erklären.
Und doch lohnt sich der Blick nach innen. Denn auch wenn nicht jede Liebe an uns scheitert, können Ängste, alte Verletzungen und selbst errichtete Schutzmauern Nähe erschweren. Daran erinnert mich ein Satz von Rumi:
Wie sind deine Gedanken dazu?
Deine
Charlotta